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Ankum

Steingräberweg Giersfeld

 

Start
Parkplatz am Golfclub
Zum Golfplatz 23
49577 Ankum-Westerholte


Charakter/Anspruch
X
ca 4 km
36 Höhenmeter

Historischer Rundwanderweg durch Heide- und Kiefernwaldgebiet

Weitere Infos

Straße der Megalithkultur / Steingräberweg Giersfeld
Magische Orte entdecken / Tour 6


Einkehr
Restaurant am Golfplatz

Juni 2013
 
Der Steingräberweg Giersfeld ist die Station 9 des europäischen Kulturweges Straße der Megalithkultur. Mit insgesamt 6 Großsteingräbern aus der Jungsteinzeit (ca. 3500-2800 v. Chr.) und mehreren Hügelgräbern aus der Bronzezeit (ca. 2000 - 1200 v. Chr.) ist er ein sehenswertes Zeugnis der frühgeschichtlichen Besiedlung und Kultur im Osnabrücker Land.
Der Rundweg führt durch ein Heide- und Kiefernwaldgebiet. Auf den jeweiligen Informationstafeln an den Gräbern erfährt man interessante Einzelheiten. Und wer möchte, kann sich im Anschluss im Restaurant am Golfplatz auch eine kleine Ausstellung zu den Fundstücken von den Ausgrabungen in diesem Gebiet ansehen.
 
Steingräberweg Giersfeld (Bramsche)
 
Wir hatten diese Wanderung im Juni 2013 gemacht und fanden das Großsteingrab Grumfeld West am besten erhalten vor. Es besteht aus 2 großen Grabkammern und einer ovalen Umfassung. Zu Recht wird es als "beeindruckend" beschrieben.

Seit Frühling 2015 ist es sogar wieder ganz freigelegt und macht dadurch einen noch prachtvolleren Eindruck, wie wir aus den Publikationen der Osnabrücker Stadt und Kreisarchäologie zu ihrem 40-jährigem Jubiläum erfahren konnten. Zu diesem Anlass entstand auch die virtuelle Ausstellung Magische Orte entdecken. Auch der Steingräberweg Giersfeld gehört dazu.

Andere Megalithgrabstätten im Giersfeld sind nicht mehr in so einem gut erhaltenen Zustand wie das Grab Grumfeld West. Grabplatten wurden verlagert, anderen Zwecken zugeführt. Zum Teil wurden die Steine auch durch Sprengungen zerstört wie u.a. beim Großsteingrab Grumfeld Ost noch gut zu sehen ist. Dennoch ist und bleibt dieser Ort beeindruckend, magisch, allein durch die Vielzahl an den alten Kulturstätten, die es hier zusammenhängend in einem kleinen Gebiet zu sehen gibt.

Sehr interessant fanden wir auch die sogenannte Steinkiste eines Hügelgrabes aus der frühen Bronzezeit. Diese zentrale Grabkammer innerhalb des Hügels war wie ein Großsteingrab konstruiert, jedoch wesentlich kleiner und wurde ca 1000 Jahre später nochmals für eine Urnenbestattung genutzt.
"Die gesamte Grabanlage war 1973 sehr stark zerstört und ist von Mitarbeitern des Archäologischen Arbeitskreises Osnabrücker Land wieder hergestellt worden. Dabei entstand auch die pflasterartige Abdeckung der Hügeloberfläche mit kleinerem Geröllgestein." So ist es auf der Infotafel zu lesen.
 
Steingräbertour Giersfeld - bei Ankum
 
Solche Gräber enthielten natürlich neben Werkzeugen auch wertvolle Grabbeilagen wie kleinteiligen Goldschmuck. An der Station 9g ist zu lesen, dass 1840 sogar ein goldener Becher in einem Grab im Emsland gefunden wurde, was sicherlich weitere Raubgrabungen nach sich zog. "Als sicherer Hinweis auf eine derartige Raubgrabung bleibt auf der Hügelkuppe eine kleine Gipfelmulde zurück. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Grabungsschacht, einen sogenannten Kopfstich, der nach der Grabung offen zurückgelassen wurde." (Infotafel am Grabhügel mit Gipfelmulde)

Die Großsteingräber bergen noch viele Geheimnisse, noch längst ist nicht alles erforscht. So wundert es nicht, dass die Sage umhergeht, dass dem Teufel im Giersfeld große Steine aus den Taschen fielen und bis heute dort liegen blieben.
Und wer kennt nicht den Begriff Hünengräber, wobei unter einem Hünen ein Riese zu verstehen ist. Die Menschen konnten sich einfach nicht vorstellen, wie diese großen Steine bewegt worden sein
sollten. Und das betraf durchaus auch die Wissenschaftler.

Für die App Magische Orte stellten die Osnabrücker Stadtspieler ein fiktives Streitgespräch zwischen den Gelehrten Dr. Johann Picardt und Ole Worm aus dem 17. Jahrhundert nach. Zu sehen ist der Film bei YouTube, wo auch alle anderen Videos zu den Magischen Orten veröffentlicht sind: Magische Orte entdecken und virtuell erleben - Alle Videos bei YouTube
Danke an dieser Stelle für die Genehmigung, diese bei unseren Wandervorschlägen einbinden zu dürfen.
 

https://youtu.be/8zI-d6PsjaI

 
Und das nächste Video, das nur direkt über den YouTube-Kanal angesehen werden kann, zeigt dann auch anschaulich, wie unsere Vorfahren die Granitfindlinge aus der Eiszeit tatsächlich transportiert haben könnten - zum Beispiel mit solch einem Schlitten der Steinzeit.
 

https://youtu.be/WGXoignJ5ig

 
aktualisiert am 04.03.2016

 


 
 
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