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Saurierspuren/Grüner See

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Bad Essen / Barkhausen

Dinosaurierspuren - Grüner See

 

Start
TERRAvita-Parkplatz "Saurierfährten"
Huntetalstraße
49152 Bad Essen
/Barkhausen
Charakter/Anspruch
XX
Y
Y
ca 9,5 km
230 Höhenmeter

Wege und Pfade überwiegend durch Nadel- und Buchenwald

Besonderheiten

Dinosaurierspuren von Barkhausen
Grüner See

Einkehr
Seehütte am Grünen See

Kartenempfehlung
Wanderkarte Bad Essen
Wanderkarte Melle

März 2014

 
Anfang März und fast sommerliche Temperaturen. Unser heutiger Wandervorschlag verbindet die Saurierspuren und den Grünen See zu einer abwechslungsreichen Rundwanderung durch das Wiehengebirge.

Die Route in Kurzform:
Parkplatz "Saurierfährten" (nördlicher Bereich) - Bad Essener Rundweg - Gabelung Rundwanderweg 9 / hier den rechten Gabelungsweg nehmen (sehr interessanter Waldlehrpfad) - Steffensweg, ein mit Betonplatten befestigter Holzabfuhrweg / am Glanebach entlang - rechts abbiegen: Wanderweg 8 - Wanderparkplatz "Grüner See" - die Straße queren - Grüner See, Wasserfall, Seehütte - den Treppensteig hoch und oben rechts auf dem Pfad bis zum Wittekindsweg gehen - jetzt die Straße queren und dem Wittekindsweg (rot-weiße Markierung) folgen - Parkplatz "Saurierfährten" - von hier ist es nur noch ein kurzer Abstecher zu den Saurierfährten auf der gegenüberliegenden Straßenseite
 
Melle/Buer: Waldlehrpfad - Glanebach
 
Besonders die Abschnitte des Waldlehrpfades Huntetal-Buer am Anfang der Wanderung auf dem Kleinen Kellenberg und auch auf dem Rückweg über den Wittekindsweg überraschten uns mit sehr konkreten Informationen zu den direkten Gegebenheiten vor Ort. Sehr informativ!
Hier nur ein paar Stichpunkte: Eichelhähersaat - Stieleichen-Altholzinsel - Laubwald-Neubegründung - Fichtenharz: Ein natürliches Abwehrmittel gegen Borkenkäfer - Borkenkäferfallen - Waldtrauf - Fichten-Naturverjüngung
 
Glanetal - Kellenberg
 
Der Steffensweg ist zwar befestigt, inzwischen aber mit ausreichend Humus bedeckt, so dass er sich angenehm gehen lässt. Der zum Teil sich parallel zum Weg schlängelnde Glanebach, schöne Aussichten und die erfolgreiche Wiederaufforstung nach dem schweren Sturm Kyrill machen den Steffensweg zu einer angenehmen Wegstrecke. Über den großen Kellenberg geht es dann zum Grünen See.
 
Grüner See
 
Der Grüne See ist einer der nördlichsten Gebirgsseen Deutschlands. Er ist zwar klein (Fläche ca 1000m²), besticht aber durch seine türkisgrüne Färbung. Die Felsen des Wiehengebirges bestehen überwiegend aus Kalkstein, Calciumcarbonat findet sich dadurch in gelöster Form im See und ist hauptverantwortlich für diese Farbgebung.
Dabei gibt es den See noch gar nicht so lange. In den 1930er Jahren wurden hier Steine gebrochen, der Steinbruch füllte sich mit Grundwasser. Zusätzlich durchfließt ein Bach den See. Er überwindet als kleiner Wasserfall 5m hohe Kaskaden und mündet in ca 2 km Entfernung in die Hunte.
Seit 2013 kann man hier am Grünen See auch wieder einkehren. Die alte Gaststätte wurde abgerissen und aus 3 Containern entstand die
Seehütte "Grüner See", ein tolles Projekt des Heimat- und Verschönerungsvereins Buer e.V.. Die Hütte hat zwar nicht immer geöffnet, kann aber jederzeit von Wandergruppen oder auch für Vereinsfeiern gebucht werden. Momentan ist dieses vielleicht eher noch ein Geheimtipp. Uns hat es jedenfalls sehr gut gefallen.
 
Wittekindsweg - Kellenberg
 
Der Rückweg besteht im wesentlichen aus dem Wittekindsweg. Zum größten Teil ein wunderschöner wurzeldurchsetzter Kammweg im Wiehengebirge, der auch wieder auf den Waldlehrpfad trifft. Einige feuchte Senken lassen von den Spuren her sogar auf Wildschweine schließen, ganz sicher sind wir uns allerdings nicht.
Dafür wissen wir dank der aufgestellten Schilder aber das genaue Alter der Fichten-Monokulturen. Eine alte von 1955, ein junger Fichtenwald von 1974 - allein die Höhenunterschiede sind schon beträchtlich. Auch wird auf eine verlichtete Buchenkrone aufmerksam gemacht - eine Folge von Luftschadstoffen. Von diesen sind die Kammlagen der Mittelgebirge besonders betroffen. Die Baumkronen "kämmen" sie geradezu aus den durchziehenden Nebelschwaden heraus.
 
Dinosaurierspuren von Barkhausen
 
Der Wittekindsweg führt uns direkt wieder zum Parkplatz. Von dort ist es nur noch ein kleiner Abstecher zu den Dinosaurierfährten, die wir schon in unserem Tourenvorschlag Roter Pfahl - Saurierfährten - Linnerberg näher beschrieben haben.
Hier jedoch noch eine anschauliche Beschreibung von dem Autoren H.Poppe-Marquard:
"In den Lagunen des Oberjurameeres weideten vor 130 Millionen Jahren gewaltige Tiere die Algenrasen ab. Auf dem Boden der flachen Wasserbedeckung hinterließen sie ihre elefantenfüßigen Fährten. Auch dreizehige Raubsaurier haben sich hier bewegt und wahrscheinlich auf einer Art Zwangswechsel zur Lagune schwächere Tiere der pflanzenfressenden Dinosaurier überfallen und getötet." (Quelle: Das Wiehengebirge, Verlag A.Fromm, Osnabrück, S.55)

In diesem Wanderführer wird auch darüber informiert, dass 1775 hier im Huntetal bei Barkhausen und 1787 bei Hunteburg die letzten Wölfe im Wiehengebirge zur Strecke gebracht wurden. Rund 1000 Männer sollen jeweils an der Jagd beteiligt gewesen sein.
Wer weiß, vielleicht wandert schon in näherer Zukunft auch hier im Wiehengebirge wieder einmal ein Wolf ein.
 
Zu heutigen Zeiten jedoch sollten ganz andere Waldbewohner konsequent ausgerottet werden. Um welche es sich dabei handelt, ist auf einer Infotafel der AWIGO auf dem Wanderparkplatz "Saurierfährten" zu lesen. Dazu einfach HIER KLICKEN.

 


 
 
Eine kleine Bitte
Da wir nur allzu gerne immer wieder neue Wander- oder Fahrradtouren ausprobieren, ist es uns leider zeitlich nicht möglich, die verschiedenen älteren Wandervorschläge regelmäßig zu aktualisieren.
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