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Maiburg - Vosspäddken

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Fürstenau/Bippen

Maiburg - Vosspäddken - Hexentreppe - Teufelstein

 

Start
Wanderparkplatz Maiburg
Maiburgstraße
49626 Bippen


Charakter/Anspruch
XX
ca 7,6 km
85 Höhenmeter

Waldpfade und -wege 

Besonderheiten

Waldlehrpfad Vosspäddken (TERRA.natura Tipp 2: FFH-Gebiet "Bäche im Artland"

Kartenempfehlung

Einkehr
Restaurant Forsthaus Maiburg
Freie Kunstakademie Maiburg

Juli 2013
 
Wandern in der Maiburg.
Auf dem schmalen Vosspäddken einem Fuchs folgen. Auf Stufen und einer Hexentreppe die Tangenschluchten queren. In sagenhaften Wäldern den Teufelstein suchen und dabei immer auf der Hut sein - schließlich könnte der "Holenkerl" den Wanderer hinterrücks zu Boden zwingen.
Mitten im Wald ein See, der eigentlich ein Fischteich war. Und eine Waldschule mit Spielplatz.
Was haben wir noch vergessen zu erwähnen? Was kann von solcher Tour erwartet werden und was nicht?


Wer eine mittelalterliche Burg sucht, könnte enttäuscht werden. Mit der altdeutschen Bezeichnung "Burg" soll "Berg" gemeint sein und so handelt es sich tatsächlich ganz offiziell bei dieser "Maiburg" um ein Naturschutzgebiet (NATURA 2000) auf den Ankumer Höhen, einer gestauchten Endmoräne aus der Eiszeit.
So haben die Eismassen vor ca 20000 Jahren große und kleine Steinbrocken in dieses Gebiet geschoben. Findlinge, die von den Siedlern dieser Gegend in der Jungsteinzeit vor ca 3000 Jahren u.a. als Kultsteine und für Großsteingräber verwendet wurden.

In diesem Gebiet entspringt aus mehreren Quellen der Ahler Bach. Er und seine Zuläufe spülten über Jahrtausende den Sand weg, es entstanden enge Kerbtäler. "Tangen" werden sie hier genannt. Das ist Plattdeutsch und bedeutet "Zangen", was auf die verästelten Bachläufe hindeutet, die wie Zangen den Berg umfassen.
 
Vosspäddgen - Waldlehrpfad in Bippen (Fürstenau)
 
Das "Vosspättken" (hochdeutsch: Fuchspfad) ist ein Waldlehrpfad, der sich aus zwei Rundwegen zusammen setzt, der Nord-Tour und der Süd-Tour. Wir haben beide Touren zu einer Runde zusammengefügt.
Wegezeichen ist - wie könnte es anders sein - ein Fuchsprofil.
Der nördliche Tourverlauf besteht tatsächlich fast nur aus Pfaden und war unserer Meinung nach der wesentlich attraktivere Teil.

Unterwegs findet man immer wieder mit Zahlen markierte Stationen. Rote Schilder für die Nordtour, grüne für die Südtour. Die Erklärungen dazu finden sich für die Nordtour in einer Broschüre von TERRAvita:
Waldlehrpfad Vosspäddken (TERRA.natura Tipp 2: FFH-Gebiet "Bäche im Artland".

Erklärungen für die Südtour finden sich in einem Flyer z.B. im Schaukasten am Parkplatz und an einer Infotafel am Rastplatz.

An den beiden großen Rastplätzen gibt es auch noch weitere Infos. Man erfährt, dass vor ca 1000 Jahren hier Buchenwälder heimisch waren (Der Ortsname Klein Bokern zeugt noch davon / Boke = Buche). Aber schon 1582 war der Bereich hier waldlos. Heide herrschte vor. Denn die fruchtbaren Waldböden waren von den Bauern abgetragen, als Einstreu für die Viehställe genutzt und dann als Dünger auf die Felder aufgebracht worden (Plaggenwirtschaft). Erst 1830 wurde das Gebiet wieder aufgeforstet, oft nur mit Nadelhölzern, weil der mittlerweile sehr nährstoffarme Boden nicht mehr hergab. Inzwischen wird wieder eine Entwicklung zum Buchenwald angestrebt.
 

Einfach zum Vergrößern auf die untenstehenden Fotos klicken und die Aushänge an den Infotafeln können gelesen werden.

Infotafeln Vosspättken in der Maiburg








 

Die Galerie beinhaltet insgesamt 7 Bilder.

 
Tangenschlucht und Hexentreppe am Vosspäddken bei Bippen (Fürstenau)
 
Die Hexentreppe soll es schon immer hier in der Tangenschlucht gegeben haben. Einer Sage nach wurde sie von Hexen angelegt, um besser zum Hexentanzplatz auf dem Qualenberg zu gelangen.
Tanzen haben wir allerdings für heute nicht mit eingeplant, deshalb verlassen wir jetzt die Nord-Tour des Vosspäddkens. Die nun folgenden ca 400 m sind infolge von Forstarbeiten ein wenig beschwerlich. Wer es hindernisärmer liebt, geht ab Hexentreppe den Weg zurück und biegt hier den Hauptweg rechts ab. Schon wenig später stimmt die Streckenführung wieder überein und wir gelangen in der Nähe des Hofdienerwegs zum "Teufelstein".
Man nimmt an, dass es sich um einen heidnischen Kultstein handelte. Im Verlauf der Christianisierung war es üblich, heidnische Religionsplätze zu "verteufeln" oder aber mit christlicher Symbolik (z.B. Michaeliskapellen, Kreuzen, ...) umzuwidmen.
 
Teufelstein bei Bippen (Fürstenau)
 
Unter diesem Gesichtspunkt sind wohl auch viele Sagen einzuordnen.
 

Die Sage vom Holenkerl

Danach handelt es sich bei dem Holenkerl in Wirklichkeit um den Teufel, der auf dem Holenberge bei Klein-Bokern sein Unwesen trieb. Mal war er riesig groß, mal klein wie ein Zwerg. Besonders gern erschrak er nächtliche Wanderer, indem er sich als schwere Last auf ihre Schultern legte und sich durch sein Reich tragen ließ.
Der alte Kremer, ein Wirt aus Bippen, glaubte nicht daran, sondern spottete sogar darüber.
Nun musste er aber eines späten Abends am Holenberg vorbei und ruhte sich ein wenig am Wegesrand auf einem Stein aus.
Plötzlich war es ihm, als ob sich zwei Arme um seinen Hals legten. Da glaubte er doch an den "Holenkerl" und flüchtete. Aber wie schnell er auch lief, das Gewicht drückte ihn fast zu Boden und er bekam kaum noch Luft. Fast wäre er zusammengebrochen. Endlich jedoch hatte er das Waldgebiet hinter sich gelassen und damit auch den Herrschaftsbereich des Holenkerls. Dieser musste von ihm ablassen und vor Schrecken zitternd und bebend erreichte der Wirt spät in der Nacht sein Haus.
(nacherzählt aus dem Osnabrücker Sagenbuch von Ludwig Schirmeyer)

 
Freie Kunstakademie Maiburg
 
Sagenhaft schön ist auf jeden Fall der Waldsteinskulpturenpark der Freien Kunstakademie Maiburg mit seinen besinnlichen und gleichzeitig energiegeladenen Pfaden, auf denen es unbeschreiblich viel zu entdecken gibt.
Die Kunstakademie, die von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang für Besucher geöffnet ist, befindet sich auf dem Gelände einer über 3000 Jahre alten Siedlung, deren Überreste liebevoll mit einbezogen wurden. Stand hier vielleicht doch einmal ein burgähnliches Gebäude, die Maiburg? Oder war der halbkreisförmige Findlingswall früher gar mal eine frühzeitliche Sonnenuhr? Fragen, die durchaus gestellt werden sollten und deren Beantwortung vielleicht noch nicht wirklich eindeutig ist.
2010 wurde dieser Artikel der OS-Nachbarn in der ON veröffentlicht: Noch ein Geheimtipp ... Die Maiburg

Neben Kaffee, Rhabarberkuchen, freundlichem Empfang gefiel uns besonders die Gesamtatmosphäre an diesem Ort, die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart, Spiritualität verschiedener Kulturen, ...
 

Impressionen von StuartDutchmanHQ bei YouTube



https://www.youtube.com/watch?v=CsjiP0Gn8DE

 

 


 
 
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