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Hockendes Weib

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Ibbenbüren / Dörenthe

Rund um das Hockende Weib - Dörenther Klippen

 

Start
Wanderparkplatz "Dörenther Klippen"
Münsterstraße
(gegenüber dem Brumleyweg)
49479 Ibbenbüren


Charakter/Anspruch
X / Trittsicherheit
Y

ca 4 km
99 Höhenmeter

überwiegend Waldpfade, Treppenstieg

Besonderheiten

Kletterfelsen (Kruers Steinkuhle, genannt Plisseetal)
Hockendes Weib - Dörenther Klippen
Bruder Klaus Kapelle

Einkehr
Almhütte
Schwäbischer Gasthof "Dörenther Klippen"

Kartenempfehlung
Tecklenburger Land und Rheine
mit Hermannsweg

Januar 2014
 
 
Die Dörenther Klippen entstanden vor ca 140 Millionen Jahre, als es hier zu küstennahen Ablagerungen des Kreidemeeres kam. Später wurden sie von gewaltigen Naturkräften hoch gestellt. Die harten Gesteinsschichten widerstanden bis heute den Witterungseinflüssen. Die weicheren Schichten dagegen nicht und diese Auswaschungen führten zu den uns heute bekannten pittoresken Felsengestalten.
Die Klippen liegen südlich von Ibbenbüren am Rande des Teutoburger Waldes, sind ungefähr 4 km lang und bestehen aus vielen auffällig geformten Sandsteinfelsen. Nach ihrem Aussehen wurden sie dann auch häufig benannt.
So auch ein besonders markanter Felsen, der einer hockenden Frau ähnelt: das "Hockende Weib"
Der Sage nach ist es eine zu Stein gewordene Mutter, die ihre Kinder vor den Fluten gerettet hat, da diese auf ihrem zu Stein verwandelten Nacken Schutz fanden.
 
Dieser Track führt durch das Naturschutzgebiet am Hockenden Weib vorbei und beginnt am Wanderparkplatz "Dörenther Klippen". Er ist ein Leckerbissen für alle Wanderer, die Pfade, Felsen und Klettermöglichkeiten mögen. Sehr kurzweilig und abenteuerlich ist dieser Rundweg daher auch gerade für Kids.
Aber aufgepasst! Ein alpines Klettern direkt im Felsengebiet des Plisseetals erfordert schon eine entsprechende Ausrüstung und Ausbildung und das Betreten des Gebietes um das Hockende Weib herum wird seit einem Besitzerwechsel dieses Geländes als lebensgefährlich bezeichnet, aber dazu später mehr.

Zum Glück bietet bereits allein dieser Pfadvorschlag durch das Naturschutzgebiet schon viele "abenteuerliche" Stellen für uns Flachlandtiroler, eine gewisse Trittsicherheit wird vorausgesetzt.
 
Wanderung zum Hockenden Weib
 
Route:
Parkplatz "Dörenther Klippen" - Waldweg hoch Richtung Campingplatz - um diesen herum bis zum Gasthof "Dörenther Klippen" (im Winter besser vorher anrufen, wann geöffnet ist) - Wanderweg A3 (schlecht gekennzeichnet, verläuft parallel zum Waldrand) - ehemaliges Kaffeehaus Wienkämper - weiter parallel zum Waldrand bis zu einer verfallenen Schutzhütte - hier links in den Pfad abbiegen - Treppenstieg am Plisseefelsen hoch - oben links - dem Pfad (parallel zum Hermannsweg und zur Felskante) bis zur Almhütte folgen - Felsformation "Hockendes Weib" - Pfad weiter bis zum Campingplatz - Bruder Klaus Kapelle - Parkplatz.
 
Das ehemalige Kaffeehaus - direkt unterhalb des Hockenden Weibes gelegen - gehörte u.a. ebenso zum Besitz der Ibbenbürenerin Erna Langhorst wie das Hockende Weib selbst. Als sie im November 2011 in hohem Alter verstarb, vermachte sie ihren Besitz den Bodelschwingh­schen Stiftungen in Bielefeld-Bethel.
(Quelle: Münsterländische Volkszeitung vom 09.08.2012)

Wahrscheinlich ahnte sie nicht, dass diese nicht nur die Vorteile dieser Erbschaft erkannten (nämlich durch den Verkauf Gelder für die Behindertenarbeit zu beschaffen), sondern sich auch mit all den Haftungsfragen in unserem scheinbar so sicherheitsbedürftigem Deutschland konfrontiert sahen.
Für die alte Dame war es sicherlich normal, dass das Wahrzeichen von Ibbenbüren schon immer ein Besuchermagnet war. Wie es hier an einem Sonntag im Jahre 1952 ausgesehen hat, dazu nebenstehend ein schon vergilbtes Foto aus unserem Familienalbum.
Auch heute noch strömen die Touristen zu diesem Ort, meistens allerdings direkt auf dem bequemen Hauptweg bis zur Einkehr in der Almhütte, die in unmittelbarer Nähe zu diesem sagenhaften Felsen liegt.
Inzwischen hat die Stiftung ihr Erbe wohl veräußern können und zahlreiche Besucher tasten sich wieder zumindest bis an die Stelle vor, von der aus der Felsen überhaupt in seiner charakteristischen Gestalt zu erkennen ist. Die Schilder stehen zwar noch im Umfeld zwischen den Bäumen, die Absperrbänder allerdings haben nicht überlebt. (Stand 1.1.2014)
 
 
Wanderung zum Hockenden Weib - Plisseetal
 
Auf dem oberen Foto ist ein kleiner Eindruck über den Treppenstieg im Plisseetal zu sehen. Weitere Fotos aus diesem Gebiet gibt es bei unserem Wandervorschlag "Tecklenburg/Brochterbeck - Bocketal/Dreikaiserstuhl", der mit diesem Track kombiniert werden kann. Dazu HIER KLICKEN
 
Wanderung zum Hockenden Weib
 
Eine Einkehr für einen kleinen Imbiss in der Almhütte muss einfach sein. Sie ist zu Recht sehr beliebt. Nicht nur Hunde können für ihre 459 km weite Wanderung nach Berlin hier auftanken, auch für die Wanderer ist mit Isounterlagen für ein warmes Popöchen auf den Bänken im Biergarten gesorgt. So verwunderte es nicht, dass all die Wanderer mit und ohne Hunde, sowie die vielen Familien mit ihren Kindern heute am Neujahrstag hier mit der Sonne um die Wette strahlten.
 
Hockendes Weib - Ein Felsen in den Dörenther Klippen
 
Das hockende Weib

Das Wasser, das Wasser, es kommt, es kommt.
"O Mutter, fliehe, so lang es noch frommt!"

Schon leckt es an der Schwelle, schon bricht es die Wand.
Die Spindel entsinket der bebenden Hand.

Sie rafft empor die Kinderlein,
auf Leben und Tod in die Brandung hinein:

Es wogen die Wasser, es heulet der Wind -
"Ach Mutter, Mutter, geh' doch geschwind!"

Hinauf zum Gebirg! - Herr, schütze sie!"
Die Wasser spülen ihr um das Knie.

Die Wasser drängen mit Macht, mit Macht -
Herr, sei ihr gnädig in dieser Nacht!" -

Hinauf zum Gebirg! - Sie wankt - sie fällt -
Behüte die Kinder, du Herr der Welt!"

Erhöret wurde das hockende Weib,
zum öden Felsen erstarret ihr Leib.

Da wurden auf dem Nacken von Stein
in Gnaden behütet die Kinderlein.


Josef Seiler (1823 - 1877)
 

 


 
 
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