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Osnabrück/Stadt

Gertrudenberg
Zeitreise in die Vergangenheit
vom AMEOS-Klinikum (2007) bis 1862 zur Zeit des Königreichs Hannover

 

Unser Vorschlag zur Wegführung über den Gertrudenberg  beginnt am Parkplatz des AMEOS-Klinikums. Damit starten wir am neuesten Gebäude des Klinikums, an der 1981 bezogenen Aufnahmeklinik. Von dort aus führt uns der Weg zurück in die Vergangenheit.

Es geht entlang der historistisch geprägten Gebäude der ehemaligen "Provinzialständischen Irrenanstalt zu Osnabrück" (geplant ab 1862 im Königreich Hannover, in Betrieb ab 1868 in der preußischen Provinz Hannover) bis zum ehemaligen Kloster und Gertrudenkirche (in heutiger Form erbaut ab 1230). Die hohen Mauern, die die Anstalt früher in einzelne Bereiche teilten und auch nach außen zum Park hin abschirmten, wurden im Laufe der Zeit teilweise abgerissen. Sie passten nicht mehr zur Entwicklung des Krankenhauses zu einer offenen Einrichtung.
Noch heute beeindruckt das alte Anstaltsgelände durch seine bauliche Schönheit. Seit 1978 gibt es das öffentliche Gertrudenberg-Café im ehemaligen Äbtissinnenhaus. Seit 1984 findet im Herbst auf dem Gertrudenberg im 2-jährigen Wechsel ein gut besuchtes Bürgerfest mit vielen Aktivitäten, Führungen und weiteren Angeboten statt. Bleibt zu hoffen, dass die Ausgrenzung "psychatrieerfahrener" Menschen auch in den Köpfen der "Unerfahrenen" ein Ende findet.

Gerade die Psychiatrie ist sehr vom Zeitgeist, von den geschichtlichen Rahmenbedingungen abhängig. Die Gefahr für die Verantwortlichen, die Beschäftigten ist groß, von der Politik vor den Karren gespannt zu werden. Ein besonders schwarzes Kapitel der Psychatriegeschichte fand unter dem totalitären Hitlerregime statt. 1993 wurde deshalb das 125-jährige Jubiläum zum Anlass genommen, neben vielfältigen Vorträgen, Diskussionen und kulturellen Veranstaltungen die eigene Geschichte zu reflexieren.

 
Buch von Eva Berger Besonders hervorzuheben und zu empfehlen ist das dabei entstandene Buch von Eva Berger "Die Würde des Menschen ist unantastbar".

Es umfasst mehr als 200 Jahre sehr konkret und kritisch betrachtete Psychiatriegeschichte am Beispiel der Entwicklung in Osnabrück. Gegliedert ist das Buch in 5 Abschnitte.

1. Dorenkasten, Zuchthaus, Aufbewahrung und Behandlung psychisch Kranker bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts
2. Planung und Entstehung der ersten Irrenhäuser im Rahmen der Entwicklung der Psychiatrie
3. "Irrenpflege" zwischen Anspruch und Wirklichkeit - Die Provinzialständische Irrenanstalt zu Osnabrück" 1862-1901
4. Der Anspruch des Heilens und die Pflicht zur Pflege - Die "Heil- und Pflegeanstalt zu Osnabrück" 1901-1951
5. Die klinische Psychatrie und ihre Aufgaben - Das Niedersächsische Landeskrankenhaus Osnabrück (seit 1952)

Inzwischen ist ein neues Kapitel dazu gekommen. Man könnte es so benennen:

6. Entwicklung der Psychiatrie in privater Trägerschaft der Schweizer AMEOS Gruppe - AMEOS Klinikum Osnabrück (seit 2007)

Eine ausführliche Beschreibung des Buchinhaltes gibt es HIER.

 
Die folgenden Fotos mögen einen kleinen Eindruck des Geländes des AMEOS-Klinikums und der kooperierenden Einrichtungen wiedergeben.
 
AMEOS-Klinikum Osnabrück Geländeplan
 
Diese Informationstafel bietet an mehreren Stellen auf dem Gelände Orientierung.
 
Osnabrück AMEOS-Klinikum Aufnahmeklinik
 
Die Aufnahmeklinik und "Heinz", der Stier. Hinter diesem Klinikgebäude befindet sich die Gärtnerei der Klinik mit öffentlichem Laden.
 
Osnabrück AMEOS Klinikum - Kolonat Gutshofcafé
 
Bereits 1876 wurde das Kolonat (ein Bauernhof) von der Anstalt gekauft, ebenso Land, das von Patienten und "Wärtern" gemeinsam bewirtschaftet wurde. 1978 wurde es umgebaut zur Begegnungsstätte mit Café, Gaststätte, Kegelbahn und Werkstatträumen. Der Kegelbahnbetrieb wurde 2003 geschlossen. Heute ist zusätzlich zum Gutshof-Café ein Kiosk vorhanden. Ebenso gibt es die Möglichkeit des therapeutischen Reitunterrichts.
 
Eingangsbereich der ehemaligen
 
Der Eingangsbereich. Im ehemaligen Administrationsgebäude ist heute der Fachbereich der Klinischen Psychologie und Psychotherapie der Universität Osnabrück untergebracht.
 
Osnabrück ehemaliges Wäschereigebäude auf dem AMEOS-Gelände
 
Das kirchenähnliche Gebäude war früher die Waschküche mit Wasserturm, heute befinden sich hier Büros.
 
 
Das Bauprojekt der "Provinzialständischen Irrenanstalt zu Osnabrück" war damals für hiesige Verhältnisse eines der größten Bauwerke des Jahrhunderts. Entsprechend stolz war die Stadt darauf und verwendete die Motive auf vielen Ansichtskarten. Die repräsentative Bauweise im Stile des Historismus, wo besonders auch auf die Romanik zurückgegriffen wurde, sollte die Bedeutung der Institution und damit auch die staatliche Aufgabe in der Krankenbetreuung unterstreichen.
 
 

Forensik: "Das AMEOS-Klinikum für forensische Psychiatrie und Psychotherapie ist schwerpunktmäßig zuständig für die Behandlung und, soweit erforderlich, die Sicherung von psychisch kranken Rechtsbrechern aus den Landgerichtsbezirken Osnabrück und Bückeburg" (Quelle: Homepage des AMEOS Klinikums)

 
 
"Kommunitas" - eine offene Begegnungsstätte
 

Weitere Infos und Fotos zu diesem Thema, ebenfalls auf dieser Homepage, gibt es HIER.

 


 
 
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