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Vehrte / Schwarzkreidegrube Suentelstein

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Belm/Vehrte

Schwarzkreidegrube - Süntelstein - Teufels Backtrog und Backofen - Schnippenburg
(Rundweg zum DiVa-Walk)

 

Wanderweg / ca 9,5 km
Fotos: November 2010 / Juni 2011

Parkplatz:
Parkplatz beim Friedhof Vehrte

Adresse:
49191 Belm/Vehrte
Vehrter Bergstraße / Ecke Engelriede

Wegezeichen:

Überwiegend auf dem DiVaWalk: ____

Kartenempfehlung:
DiVa Walk - Wandern in der VarusRegion

Einkehrempfehlung:
Naturfreundehaus Vehrte
oder
Landgasthaus Kortlüke

 

Wir folgen zu Beginn der Wanderung nicht den Wegweisern zum Naturfreundehaus Vehrte, sondern dem Wegezeichen des DiVaWalks zur rechten Seite in die Engelriede hinein. dann rechts in den Wittekindsweg. Bald verlassen wir die Straße und biegen nach links in den Wald ab.
Und schon liegt des Teufels Backtrog ein wenig versteckt im Wald auf der linken Seite des Weges. Fast gegenüber liegt des Teufels Backofen innerhalb einer Baumgruppe rechts des Weges. In beiden Fällen handelt es sich um Großsteingräber, Zeugen jungsteinzeitlicher menschlicher Besiedlung in Vehrte. Der Sage nach soll hier der Teufel sein Brot gebacken haben.

Ob es schwarz wie die Kreide wurde, deren Überreste in der Schwarzkreidegrube zu sehen sind, wurde nicht überliefert. Die "Schwarzkreide", ein stark abfärbendes kohlenstoffreiches Tongestein, wurde hier bis in die 60er Jahre hinein abgebaut, verarbeitet und bis in die USA exportiert. Sie fand in erster Linie in der Farbproduktion Verwendung. Eine Infotafel in der Grube hält weitere Informationen bereit.

Weiter geht es auf dem DiVaWalk, vorbei am Schützenvereinshaus. Nach einiger Zeit biegt der DIVAWalk vom Hauptweg in spitzem Winkel nach rechts ab. Wir verlassen hier das rotblaue Wegezeichen und biegen nur ein paar Meter weiter ebenfalls in spitzem Winkel ab und folgen dem M - entlang des Krebsburger Mühlenbaches. Zur Zeit wird hier der Wald verjüngt. Also nur auf den Wegen bleiben, das Betreten der Waldverjüngungsbereiche abseits der Wegführung ist verboten. Dieser idyllische Weg führt wieder auf den DiVaWalk, hier biegen wir nach rechts ab und erreichen schon bald die Wallanlage der ehemaligen Schnippenburg. Aber Achtung, dieser Bereich ist schnell zu übersehen, das kleine unbeschriftete Hinweisschild erst recht. Übrigens, unsere GPS-Daten führen direkt auf den Burgwall, vorbei an den vermutlichen Opfergruben. Die Ausgrabungsfunde sind im Museum zu besichtigen und auf der Homepage zur Schnippenburg findet sich neben kleinen Filmchen zur Ausgrabung auch viel Interessantes zu ihrer Geschichte. Und irgendwann wird dann im Wald an Ort und Stelle vielleicht auch eine Infotafel aufgestellt.

Wir treffen wieder auf den Hauptweg und folgen dem Wegweiser: Hünenburg/VennerMühle/Venne. Erst ab der Abzweigung Süntelstein/Venner Berg/Bramsche werden die DiVaWalk-Zeichen ____ wieder wegweisend für uns. Sie führen uns zum Süntelstein, der von hohen Fichten umgeben wird. Die Infotafeln dort bieten Interessantes zur Geschichte und aus der Sagenwelt. Die nachgemalten Teufelskonturen auf dem Süntelstein stammen natürlich nicht aus der Bronzezeit, sondern nehmen Bezug auf die Sage, die sich um diesen Kultstein rankt.
Übrigens, bereits die Gebrüder Grimm haben in ihrem Werk "Deutsche Sagen" als 200te Sage eine Kurzfassung zum Süntelstein zu Osnabrück aufgeführt.
Weiter geht es und wir erreichen das Naturfreundehaus, von der Gemeinde Belm HIER sehr passend beschrieben, ideal für eine Einkehr zum Abschluss der Wanderung, besonders auch für Kinder.
Nur noch wenige Meter nach dem Kaffee und wir haben unseren Ausgangspunkt wieder erreicht.

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"Die Sage vom Süntelstein
(nach J. Sudendorf, 1853)

Als die erste Kirche zu Venne gebaut wurde, da hausete noch der Teufel im Vehrter Bruche jenseits des Berges, wo der Teigtrog und Backofen desselben bis auf den heutigen Tag zu sehen sind. Dem mißfiel sehr dieses heilige Werk des Kirchenbaues. Um die Thür der Kirche zu sperren, holte er um die Mitternachtsstunde einen großen Granitblock, band eine dicke Kette kreuzweise herum und begann dann auf seinem Rücken ihn berganwärts zu schleppen. Der Stein war aber so schwer, daß trotz seiner riesigen Stärke ihm doch recht höllisch heiß wurde. Manchmal blieb er stehen, um zu verschnaufen. Die Zeit verstrich inzwischen bis zum Grauen des Morgens. In dem Augenblicke, als er gerade oben am Berge ankam, schoß von Osten zu ihm herüber der erste Strahl der aufgehenden Sonne und ein wachsamer Hahn krähte vom Venner Thale herauf seinen Morgengruß. Da ging das nächtliche Walten des Teufels zu Ende. Wüthend erfaßte er den Stein am Kopfe und stieß ihn mit aller Kraft in den harten Boden des Berges.

Seitdem hat der Teufel die Gegend verlassen. Der Stein steht noch an derselben Stelle, wo er in die Erde gestampft wurde; aber von dem gewaltigen Stoße hat er da, wo die Kette ihn umschloß, in der Mitte und von oben nach unten zwei durchgehende Risse bekommen. Auch sind Spuren der Kette an den äußeren Rändern dieser Risse noch sichtbar, und an der nach Venne gekehrten Seite des Steines sieht man deutlich die Eindrücke von dem Körper des Teufels; denn die höllische Hitze seines Leibes hat den Granit geschmolzen, wo er ihn berührte.

Seit jener Zeit dreht sich der Stein jeden Morgen beim ersten Strahle der aufgehenden Sonne drei Mal um seine Achse, und zum ewigen Gedächtnisse der Rettung der Venner Kirche durch die Sonne, welche das nächtliche Walten des Bösen vernichtet, wird er noch jetzt der Süntelstein genannt." (Quelle: Abschrift vom Infoschild am Süntelstein)

Süntelstein heißt auf hochdeutsch: Sonnenstein, Sünn (plattdeutsch) = Sonne

 
Fotogalerie zu dieser Wanderung
 

Aktualisierung (04.03.2016) Im Juli 2015 feierte die Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück ihr 40-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass entstand die virtuelle Ausstellung Magische Orte entdecken. Auch das Gebiet, durch das wir hier vor ca 5 Jahren gewandert sind, gehört zu diesen magischen Orten, Teufelssteine Vehrte genannt. Ausführliche Infos, kurzweilige Filme, Tourenvorschläge, Mitmachmöglichkeiten ... werden auf der Homepage "Magische Orte entdecken" vorgestellt und können auch als App heruntergeladen werden: http://www.magischeorte.eu

An dieser Stelle möchten wir den StopMotionFilm einer 7. Klasse der Gesamtschule Schinkel zeigen und auf ein Hörspiel zum Süntelstein aufmerksam machen. So lebendig kann längst Vergangenes wieder werden.
 


https://youtu.be/0Mf-ywtcTdg - StopMotionFilm - Magische Orte entdecken

 



https://youtu.be/OZllu-RFxuA - Hörspiel - Magische Orte entdecken

 

 


 
 
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