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Rödinghausen

Nonnenstein (Aussichtsturm) - Bismarck-Feuersäule - Grüner See
 

Wanderweg / ca 8 km
Fotos: Oktober 2011

Parkplatz:
Parkplatz am Friedhof

Adresse:

Zum Nonnenstein
32289 Rödinghausen (Herford)

Wegezeichen: A1 und A2

Kartenempfehlung:
Wandern im Wiehengebirge
als Prospekt für 2,40 EUR

wanderkarte wiehengebirge

Einkehrempfehlung:
Gasthof Zum Nonnenstein

Seehütte am Grünen See

 

Auf dieser Wanderung werden wir Landesgrenzen überschreiten, nämlich die zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Und wir werden eine Zeitreise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unternehmen. Und das alles auf einer Rundwanderung von Rödinghausen aus, im wesentlichen auf den Wanderwegen A1 und A2.
Wer kein Navi hat, kann den Verlauf dieser markierten Wanderwege (nicht immer ganz eindeutig) auch der TERRAvita-Wandertafel entnehmen, die am Parkplatz aufgestellt ist. HIER geht es zum Foto der Wandertafel.

Uns hat an dieser Rundwanderung der große Anteil an Pfaden und naturbelassenen Waldwegen sehr gut gefallen. Ansonsten verlief die Runde über Wirtschaftswege und einen äußerst geringen Anteil Asphalt. Auch nach etlichen Regentagen waren die Wege nicht matschig.
Wir gehen vom Parkplatz am Friedhof das Sträßchen weiter hoch und folgen dem Wegweiser zum Nonnenstein. Dann der A1 gegen den Uhrzeigersinn folgen oder unserer GPS-Aufzeichnung, die unwesentlich abkürzt. Ein wenig Steigung muss eingeplant werden, aber nicht bis zu einer Höhe von 325 m über NN (dies wurde noch bis in die 60iger Jahre so angenommen) sondern nur bis zu einer offiziellen Höhe von 274 m über NN.
So musste der Nonnenstein zwar das Privileg der höchsten Erhebung des Wiehengebirges an den Heidbrink (319,6 m ü.NN) in der Nähe von Lübbecke abgeben, nicht aber seinen Aussichtsturm, der 1897 zu Ehren Kaisers Wilhelm I errichtet wurde. Über 1000 Kaiser-Denkmäler wurden 1867 bis 1918 nach dessen Tod im deutschsprachigen Raum gebaut.

Aber auch in Rödinghausen verlor der Kaiser an Bedeutung, der Turm wird - wie der Berg selbst - inzwischen Nonnenstein genannt. In der älteren Literatur spricht man noch vom Rödinghauser Berg und auch in der älteren Fassung der Sage zum Nonnenstein war der Turm noch nicht mit einbezogen.

Zurück zu Kaiser Wilhelm I. Obwohl in den mehr als 25 Jahren "Ehe" des Kaisers und seines Reichskanzlers Otto von Bismarck zwischen beiden doch ein eher ambivalentes Verhältnis bestand (Aussprüche des Kaisers wie „Bismarck sei wichtiger als er selbst“ und „es ist nicht leicht, unter diesem Kanzler Kaiser zu sein“ zeugen davon), trauerte das Volk dieser Zeit sehr nach und entwickelte auch nach Bismarcks Tod einen ähnlichen Denkmalskult wie zuvor bei Kaiser Wilhelm I.
In ca 100 m Entfernung zum Turm wurde so 1911 eine "Bismarck-Feuersäule" gebaut. Was aber soll man sich unter einer Feuersäule vorstellen? HIER gibt es zur Entstehung der Bismarcksäulen ausführliche Infos und HIER direkt zur Befeuerung.

Wir wandern weiter, unterhalten uns noch über die imperialistische Wilhelminische Zeit (1890 - 1918), die nach der Entlassung Bismarcks unter Kaiser Wilhelm II begann und zum 1. Weltkrieg führte. Wir kennen die weitere Entwicklung zum 2. Weltkrieg bis heute, wo schon wieder deutsche Soldaten in den Krieg nach Afganistan geschickt werden, wo die weltwirtschaftliche und -politische Lage unstabil ist, ...

Plötzlich zeigt sich rechts des Weges eine lange Felswand und bewegt uns, die Zukunftssorgen zurückzulassen.
Der "Wiehengebirgsquarzit" entstand vor fast 160 Millionen Jahren, in der oberen Jura-Zeit. Dünne und dicke Gesteinsschichten wechseln sich in schneller Folge ab. Man vermutet, dass hier ein flacher Fluss sein Bett hatte und je nach Lauf und Fließgeschwindigkeit Sand ablagerte, der zu diesem harten Stein wurde. Millionen Jahre später wurden dann die Gesteinsschichten angehoben. Übrigens, die dünnen kohligen Schichten zwischen dem Sandstein sollen auf Bruchwälder zurückzuführen sein, die sich an den Stellen entwickeln konnten, an denen das Wasser ruhte. (Quelle: TERRAtrail Tour10)

Schon bald orientieren wir uns nicht mehr an der A1-Markierung, sondern am A2-Zeichen und wandern zu einem der nördlichsten Gebirgsseen Deutschlands, dem winzigen Grünen See.
(HIER geht es zu unserem kürzeren Wandervorschlag um den Grünen See mit weiteren Infos zu diesem Wanderabschnitt)

Zeugnisse der Vergangenheit gab es also reichlich, die Gegenwart und Ruhe des herbstlichen Waldes haben wir genossen. Der Nebel hat sich nicht vollständig aufgelöst, wie auch die Zukunft noch im Nebel liegt. Die Rundbank um den abgestorbenen Baumstamm, der mit seinen Wurzeln zum Himmel zeigt, läd ein zur besinnlichen Meditation.

Rödinghausen Bismarckfeuersäule Rödinghausen Rastplatz am Aussichtsturm Nonnenstein
Rödinghausen Aussichtsturm Nonnenstein Rödinghausen Aussichtsturm Nonnenstein Aussicht
Rödinghausen Wanderweg zum Nonnenstein Rödinghausen Wanderweg zum Nonnenstein Wiehengebirgsquarzit
Rödinghausen Wanderweg zum Nonnenstein Rödinghausen Wanderweg zum Nonnenstein Baum mit Wurzeln zum Himmel
Rödinghausen Mennonitisches Ferienheim Rödinghausen Wanderung zum Grünen See
Rödinghausen Wanderung zum Grünen See Rödinghausen Wanderung zum Grünen See Wasserfall
Rödinghausen Wanderung zum Grünen See Wurzelpfad Rödinghausen Wanderung zum Grünen See idyllischer Pfad
Rödinghausen Wanderung zum Grünen See Herbst Rödinghausen Wanderung zum Grünen See Herbsthimbeeren
Rödinghausen Sachsenweg Rödinghausen Bartholomäuskirche
Rödinghausen Bauerncafe Zum Wrangel Rödinghausen Gasthof Zum Nonnenstein Joch

 


 
 
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